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Mundfunktion, Zungenlage und Schlucken gezielt behandeln

Mundschluss, Nasenatmung, Zungenlage, Kauen und Schlucken wirken eng zusammen. Sind diese Funktionen nicht ausreichend abgestimmt, kann sich das unter anderem auf Aussprache, Zahnstellung oder alltägliche Abläufe auswirken.

Bei LogoBilingua arbeiten zwei vollständig zertifizierte NF!T®-Therapeutinnen mit Kindern und – je nach Befund – auch mit Erwachsenen.

Illustration von Mund, Zunge und Schluckbewegung bei myofunktionellen Störungen

Typische Beobachtungen

Mögliche Hinweise sind:

Der Mund steht häufig offen

Die Zunge liegt sichtbar zwischen den Zähnen

Das Kind atmet überwiegend durch den Mund

Beim Schlucken drückt die Zunge gegen oder zwischen die Zähne

Speichel läuft häufig aus dem Mund

Kauen oder Schlucken wirkt auffällig

Bestimmte Laute werden mit ungünstiger Zungenposition gebildet

Kieferorthopädische Veränderungen treten trotz Behandlung erneut auf

Gesichtsmuskulatur oder Lippen wirken wenig aktiv

Die Ursachen können unterschiedlich sein. Deshalb ist eine individuelle fachliche Einschätzung erforderlich.

Was sind myofunktionelle und orofaziale Störungen?

Der Begriff beschreibt Auffälligkeiten im Zusammenspiel von Muskeln und Funktionen im Mund-, Zungen-, Kiefer- und Gesichtsbereich.

Betroffen sein können beispielsweise:

Lippenkraft und Mundschluss

Ruhelage der Zunge

Nasen- und Mundatmung

Kauen

Schluckmuster

Speichelkontrolle

Gesichtsmotorik

Lautbildung

Nicht jede einzelne Beobachtung bedeutet automatisch eine myofunktionelle Störung.

Illustration zum Zusammenhang zwischen Zungenlage, Zahnstellung und Aussprache

Zusammenhang mit Aussprache und Zahnstellung

Eine ungünstige Zungenlage oder ein auffälliges Schluckmuster kann die Bildung bestimmter Laute beeinflussen. Ebenso können Zahn- und Kieferstellung mit den orofazialen Funktionen zusammenhängen.

Deshalb ist häufig eine abgestimmte Zusammenarbeit mit Zahnärztinnen, Zahnärzten, Kieferorthopädie, HNO oder weiteren behandelnden Fachstellen sinnvoll.

Befunderhebung

Je nach Fragestellung werden unter anderem betrachtet:

Lippen- und Zungenbeweglichkeit

Mundschluss

Zungenruhelage

Atemweg

Schluckmuster

Kauen

Speichelkontrolle

Aussprache

Zahn- und Kiefersituation

mögliche Gewohnheiten wie Schnuller oder Daumenlutschen

Umsetzung im Alltag

Die Therapie wird nicht nach einem einheitlichen Standardschema, sondern passend zum individuellen Befund geplant.

NF!T®

NF!T® ist ein neurofunktioneller Therapieansatz für orofaziale Funktionen. Zwei Therapeutinnen bei LogoBilingua verfügen über eine vollständig abgeschlossene NF!T®-Zertifizierung.

Die Methode kann – abhängig von der fachlichen Indikation – bei Auffälligkeiten von Mundschluss, Zungenfunktion, Schlucken, Gesichtsmotorik und angrenzenden Funktionen eingesetzt werden.

Die konkrete Behandlung richtet sich immer nach dem individuellen Befund.

Illustration zur Neurofunktions!therapie mit verbundenen Symbolen für Mundfunktion, Sehen, Handmotorik und Bewegung

Mögliche Therapieinhalte

Je nach Befund kann die Behandlung beinhalten:

Wahrnehmung von Mund- und Gesichtsbewegungen

Aufbau eines stabilen Mundschlusses

Förderung einer günstigen Zungenruhelage

Übungen zu Lippen, Zunge und Wangen

Veränderung eines auffälligen Schluckmusters

Unterstützung der Nasenatmung im fachlich geeigneten Rahmen

Übertragung in Essen, Trinken, Sprechen und Alltag

Einbeziehung der Eltern

abgestimmte Übungen für zu Hause

Regelmäßiges Üben ist häufig wichtig, muss aber realistisch in den Alltag integrierbar sein.

llustration zu Essen, Trinken und Schlucken bei Kindern mit Becher, Löffel und Schlucksymbol

Essen, Trinken und Schlucken bei Kindern

Pädiatrische Ess-, Trink- und Schluckauffälligkeiten werden nach individuellem Bedarf behandelt.

Dazu können gehören:

  • Schwierigkeiten beim Kauen,
  • auffällige Nahrungsverarbeitung,
  • eingeschränkte Akzeptanz bestimmter Konsistenzen,
  • Probleme beim Trinken,
  • auffälliges Schluckverhalten,
  • Unsicherheiten der Eltern bei alltäglichen Mahlzeiten.

Je nach Symptomatik kann eine medizinische oder interdisziplinäre Abklärung erforderlich sein.

Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen

Mögliche Kooperationspartner sind:

Zahnmedizin

Kieferorthopädie,

HNO,

Kinderärztinnen und Kinderärzte,

Physiotherapie,

Ergotherapie,

weitere spezialisierte Fachstellen.

Ein Austausch erfolgt nur bei fachlicher Notwendigkeit und mit den erforderlichen Einwilligungen.

FAQ

Sie beobachten Auffälligkeiten bei Mundschluss, Zungenlage oder Schlucken?

Schreiben Sie uns über WhatsApp kurz, was Ihnen auffällt, wie alt die betroffene Person ist und ob bereits eine Verordnung oder Empfehlung vorliegt.

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