Neurologische Logopädie bei Veränderungen von Sprache, Sprechen, Schlucken und Gesichtsmotorik
Neurologische Erkrankungen können verschiedene Bereiche der Kommunikation und Nahrungsaufnahme beeinflussen. Welche Fähigkeiten betroffen sind und wie stark sie den Alltag einschränken, ist individuell sehr unterschiedlich.
Bei LogoBilingua behandeln wir Erwachsene und Senioren unter anderem nach Schlaganfall oder Hirninfarkt sowie bei Multipler Sklerose und weiteren neurologischen Erkrankungen. Die Therapie richtet sich nach Befund, persönlichen Zielen und konkreten Anforderungen des Alltags.

Ein Fachbereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Eine neurologische Erkrankung kann einzelne oder mehrere Funktionen gleichzeitig beeinträchtigen. Manche Menschen haben Schwierigkeiten mit Sprache. Andere können Gedanken sprachlich formulieren, das Sprechen aber nicht mehr sicher planen oder ausführen. Auch Stimme, Atmung, Schlucken und Gesichtsmotorik können betroffen sein.
Die logopädische Befunderhebung klärt, welche Funktionen beeinträchtigt sind und welche Fähigkeiten erhalten geblieben sind. Daraus werden passende Therapieziele abgeleitet.
Wenn Sprache nach einer Hirnschädigung beeinträchtigt ist
Eine Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung. Sie kann Wortfindung, Satzbildung, Sprachverständnis, Lesen, Schreiben und Gesprächsführung beeinflussen.
Die eigenständige Schwerpunktseite erklärt mögliche Merkmale, Befunderhebung, Therapieziele und die Unterstützung der Kommunikation im Alltag.
Sprachstörungen ansehenWenn Sprechen nach einer Hirnschädigung beeinträchtigt ist
Bei Dysarthrie ist vor allem die Ausführung des Sprechens verändert. Bei Sprechapraxie ist die Planung der Sprechbewegungen beeinträchtigt. Beide Störungsbilder können gemeinsam mit einer Aphasie auftreten, benötigen jedoch eine eigene fachliche Einordnung.
Die eigenständige Schwerpunktseite erläutert Unterschiede, mögliche Merkmale und alltagsbezogene Therapieziele.
Sprechstörungen ansehenWenn Essen und Trinken nicht mehr sicher gelingt
Eine Dysphagie kann nach neurologischen Erkrankungen auftreten und gesundheitlich relevant sein. Mögliche Hinweise sind Husten oder Räuspern beim Essen, häufiges Verschlucken, eine veränderte Stimme nach dem Schlucken oder auffällig lange Mahlzeiten.
Die eigenständige Schwerpunktseite enthält die ausführlichen Informationen zu medizinischer Abklärung, Befunderhebung und möglichen Therapieinhalten.
Schluckstörungen ansehen
Wenn Mimik und Mundbewegungen beeinträchtigt sind
Eine Fazialisparese kann Mimik, Mundschluss, Aussprache, Trinken und weitere Funktionen verändern. Die logopädische Therapie kann je nach Befund an Wahrnehmung, Bewegungsanbahnung und funktioneller Nutzung arbeiten.
Voraussetzung ist eine medizinische Abklärung der Ursache.
Die Diagnose liefert den Rahmen, der Befund bestimmt die Ziele
Neurologisch bedingte logopädische Beeinträchtigungen können unter anderem auftreten:
nach Schlaganfall oder Hirninfarkt
bei Multipler Sklerose
bei weiteren neurologischen Erkrankungen oder Schädigungen
Für die Therapie ist zusätzlich zur Diagnose entscheidend, welche Fähigkeiten im Alltag betroffen sind, welche Ressourcen vorhanden sind und welche Ziele für die betroffene Person besonders wichtig sind.
Persönliche Fähigkeiten und Alltagssituationen im Mittelpunkt
Zu Beginn werden Vorgeschichte, medizinische Befunde, aktuelle Schwierigkeiten und persönliche Ziele besprochen.
Je nach Behandlungsanlass werden Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken oder Gesichtsmotorik untersucht.
Mögliche Ziele sind:
Bedürfnisse verständlicher auszudrücken
Gespräche mit Angehörigen zu erleichtern
wichtige Wörter sicherer abzurufen
verständlicher oder hörbarer zu sprechen
Essen und Trinken sicherer zu gestalten
alternative Kommunikationsformen einzusetzen
Selbstständigkeit und Teilhabe zu unterstützen
Es werden keine allgemeinen Heilungs- oder Erfolgsversprechen gegeben.
Verständigung unterstützen, ohne zu überfordern
Angehörige erleben häufig Unsicherheit, wenn Kommunikation oder Nahrungsaufnahme plötzlich nicht mehr wie gewohnt funktionieren.
Die Beratung wird an den individuellen Befund und die jeweilige Lebenssituation angepasst.
In der Beratung können verständliche Fragen, angemessene Antwortzeiten, der Einsatz von Gesten, Bildern oder Schrift und der Umgang mit vereinbarten Schluckstrategien besprochen werden.

Therapie zu Hause oder in einer wohnortnahen Einrichtung
Wenn ein Praxisbesuch aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, können Hausbesuche bei entsprechender Verordnung im unmittelbaren Umfeld der Praxis durchgeführt werden.
Auch wohnortnahe Kooperationen mit Altenheimen, betreutem Wohnen und Tagespflegeeinrichtungen sind möglich.
Die Aufnahme hängt von Entfernung, Verordnung und Kapazität ab.
FAQ
Welche Bereiche gehören zur neurologischen Logopädie?
Je nach Erkrankung und Befund können Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken und Gesichtsmotorik behandelt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Sprach- und Sprechstörungen?
Bei einer erworbenen Sprachstörung kann die Verarbeitung von Sprache betroffen sein, beispielsweise Wortfindung, Satzbildung oder Sprachverständnis. Bei einer Sprechstörung sind vor allem Planung oder Ausführung des Sprechens beeinträchtigt.
Wird nach Schlaganfall behandelt?
Ja. Nach Schlaganfall oder Hirninfarkt können unter anderem Aphasie, Dysarthrie, Sprechapraxie, Dysphagie und Fazialisparese behandelt werden.
Behandelt LogoBilingua auch Multiple Sklerose?
Ja, wenn durch die Erkrankung geeignete logopädische Behandlungsanlässe bestehen und eine passende Verordnung vorliegt.
Wie lange dauert eine neurologische Therapie?
Das lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Dauer und Verlauf hängen unter anderem von Ursache, Ausprägung, Gesundheitszustand, Therapiezielen und Übungsmöglichkeiten ab.
Können Angehörige einbezogen werden?
Ja. Angehörige können bei Bedarf und mit Zustimmung der Patientin oder des Patienten an Beratung und ausgewählten Therapieinhalten beteiligt werden.
Sie möchten eine neurologische Behandlung anfragen?
Senden Sie uns über WhatsApp kurz die Diagnose, das Alter der betroffenen Person, die wichtigsten aktuellen Schwierigkeiten und die Information, ob bereits eine Verordnung vorliegt.
